Der zweite Reiter

Ein Fall für August Emmerich. Kriminalroman. Ausgezeichnet mit dem Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur 2017
 
 
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Polizeiagent August Emmerich ermittelt. Er ist dem Grauen der Schlachtfelder entkommen. Doch in den dunklen Gassen Wiens holt ihn das Böse wieder ein.
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Polizeiagent August Emmerich ermittelt. Er ist dem Grauen der Schlachtfelder entkommen. Doch in den dunklen Gassen Wiens holt ihn das Böse wieder ein.

Kommentare zu "Der zweite Reiter"

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  • 5 Sterne

    3 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    gagamaus, 19.04.2017

    Als Fan der Nachkriegsromane von Cay Rademacher hat mich diese neue Krimireihe brennend interessiert. Handlungsort ist zwar Wien – und es handelt sich um den ersten und nicht den zweiten Weltkrieg - aber die Lebensumstände, in denen die Menschen sich befinden, erinnern stark an das zerstörte Berlin. Hunger und Beschaffungskriminalität sind an der Tagesordnung. Viele Männer kehren als Invaliden aus dem Krieg zurück. Eigentlich gehört August Emmerich auch zu ihnen. Aber er verbirgt seine Verletzung und wird so wieder in den Ausseneinsatz bei der Kriminalpolizei geschickt. Zusammen mit seinem Kollegen Ferdinand Winter ermittelt er alsbald in einem Mordfall. Anfangs ist von Selbstmord die Rede. Aber Emmerich hat ein Gespür dafür und weiss bald, dass etwas ganz Anderes dahinterstecken muss.

    Mir hat die Geschichte ausnehmend gut gefallen. Zum einen liegt das am Erzählstil der Autorin. Ich dachte ja erst, es wäre ein Mann, der hier die manchmal sarkastisch-scharfe Schreibfeder geführt hat. Nachdem ich eines Besseren belehrt wurde finde ich, sie hat die männlichen Figuren sehr treffend und realistisch gezeichnet und dabei noch die ein oder andere Frauenfigur eingefügt, die mir ans Herz gewachsen ist. Ausserdem schafft sie es, einen spannenden Plot mit einem stetig ansteigenden Spannungsbogen zu erzählen.

    Man merkt dem Buch die intensive Recherche an. Im positiven Sinne, denn die geschichtlichen Fakten werden sehr unterhaltsam und unaufdringlich mit der fiktiven Handlung verwoben. Ich würde mich freuen, bald wieder von dem Wiener Ermittlerduo lesen zu dürfen. Für Liebhaber von Gereon Rath kann ich es auch gepfehlen.

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    leseratte1310, 30.04.2017

    Hunger und Not sind in Wien kurz nach dem Ersten Weltkrieg überall gegenwärtig. Der Schleichhandel blüht und Polizeiagent August Emmerich soll diesen Leuten, allen voran Kolja, ihr Handwerk legen. Aber dann wird ein Toter gefunden und Emmerich ist im Gegensatz zu seinen Kollegen nicht davon überzeugt, dass es sich um Selbstmord handelt. Er macht sich mit seinen Assistenten Winter an die Ermittlungen und bald schon gibt es weitere Tote. Die Sache lässt Emmerich keine Ruhe und er gerät selbst in Gefahr.
    Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Die Autorin schafft es, die düstere Atmosphäre im damaligen Wien gut und sehr authentisch darzustellen. Es gibt wenige Menschen, die weiterhin im Luxus leben, den meisten fehlt das Nötigste zum Leben. Gute Zeiten für Schwarzhändler, welche die Gunst der Stunde nutzen und ihre Waren zu Wucherpreisen an den Mann bringen.
    August Emmerich ist ein Kriegsinvalide, aber er versucht mit allen Mitteln, seine Behinderung zu verstecken, denn er möchte nicht in den Innendienst abgeschoben werden. Am liebsten würde er in der Abteilung Leib und Leben arbeiten, aber dafür müsste er erst einmal Erfolge vorweisen können. Da er aber seine Ermittlertätigkeiten im Fall Kolja vernachlässigt, sieht es mit den Aufstiegschancen nicht gut aus. Emmerich hat ganz bestimmte Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit und die vertritt er auch nach aussen. Er geht sehr pragmatisch bei seinen Ermittlungen vor. Wenn man was erfahren will, dann muss man auch unangenehme Wege gehen. Damit hat Winter, der aus einer ganz anderen Gesellschaftsschicht stammt, anfangs so seine Probleme. Emmerich hält zunächst nicht viel von dem Frischling Winter, aber unter Emmerichs Anleitung entwickelt der sich zu einem sehr fähigen Assistenten, der seinen Vorgesetzen bereitwillig unterstützt. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass Emmerich durch seine Eigenmächtigkeiten Ärger mit seinem Vorgesetzen Sander bekommt. Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe von Charakteren, die individuell und sehr authentisch gestaltet sind.
    Zum Verlauf der Geschichte will ich nichts weiter verraten, aber es ist vom Anfang bis zum Ende spannend. Zum Schluss gibt es dann überraschende Wendungen, die ich so wirklich nicht erwartet habe.
    Ich bin begeistert von diesem historischen Krimi.

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    janein

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