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Der grüne Palast

Roman
 
 
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Eine Geschichte von Freiheit und Liebe

Wien, 1816: Gräfin Lazansky wird beauftragt, Erzherzogin Leopoldine nach Brasilien zu begleiten. Vor ihnen liegt eine aufregende und zugleich beschwerliche Reise ans andere Ende der Welt. Die junge Gräfin ist wenig...
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Eine Geschichte von Freiheit und Liebe

Wien, 1816: Gräfin Lazansky wird beauftragt, Erzherzogin Leopoldine nach Brasilien zu begleiten. Vor ihnen liegt eine aufregende und zugleich beschwerliche Reise ans andere Ende der Welt. Die junge Gräfin ist wenig...
Kommentare zu "Der grüne Palast"
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  • 4 Sterne

    7 von 10 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja P., 09.03.2017 bei Weltbild bewertet

    Ein faszinierender Brief-Roman
    Wien 1816: Erzherzogin Leopoldine von Österreich ist jung, charmant, intelligent – nur dem gängigen Schönheitsideal entspricht sie leider nicht. Und eigentlich würde sie auch lieber Pianistin werden als heiraten, aber sie weiss natürlich, dass sie sich dem Willen der Monarchie (in Form ihres Vaters, Kaiser Franz) beugen muss. Sein Berater, Fürst von Metternich, favorisiert die Verbindung mit dem Königreich Portugal. Dessen Thronanwärter Dom Pedro sieht unverschämt gut aus, wird aber unter der Hand als jähzornig, egoistisch und cholerisch beschrieben. Aber Leopoldine könnte ihn sich ja erziehen. Und eine Liebesheirat wird eh überschätzt: „Die Ehe schützt einen nicht, denn die Menschen heiraten, um Kinder zu haben, nicht aber, um das Verlangen des Herzens zu stillen.“ S. 35/36
    Ausserdem lebt die königliche Familie seit Jahren in Brasilien im Exil. Also wird Leopoldine trotz der angespannten politischen Lage zusammen mit ihrer Vertrauten Gräfin Lazansky, Fürst von Metternich und dem Marquis von Marialva (dem Unterhändler des portugiesischen Königshauses) auf die Reise quer durch Europa bis nach Livorno und von dort weiter nach Brasilien geschickt ...

    Mich hatte bereits der Einstieg ins Buch gepackt. Da der Roman komplett aus Briefen besteht, welche die Protagonisten mit Familie und Freunden austauschen, ist man immer mittendrin, weiss, was sie gerade denken und fühlen. Ich habe m.E. noch nie etwas Ähnliches gelesen – Hut ab vor dieser Idee und der Umsetzung.
    Gleichzeitig resultiert aus eben diesen Briefen aber auch ein grosses Manko – keiner der Briefe ist datiert. Nur auf dem allerersten Brief findet sich zumindest die Jahreszahl 1816, ab da ist es der Vorstellungskraft und Fantasie des Lesers überlassen, in welchem Jahr oder gar Monat man sich gerade befindet. Vor allem die Zeit in Brasilien verschwimmt zu einer unübersichtlichen Anhäufung von Geschehnissen und die Spannung lies dadurch deutlich nach. Ich hatte immer das Gefühl, dass nur Wochen oder Monate vergangen sind, dabei hat Leopoldine 8 Kinder geboren – es müssen also Jahre gewesen sein.

    Leopoldines Entwicklung vom Backfisch zur erwachsenen eigenständigen und vor allem politischen Person hat mir sehr gut gefallen. Auch Dom Pedros zwei Gesichter werden sehr gut geschildert. Besonders gelungen fand ich die Beschreibungen der Flora und Fauna und der tropischen Hitze – trotz deutschem Winter war mir gleich deutlich wärmer. Aber auch das wienerische Flair kommt gut rüber.

    Da die Geschichte (Briefe) frei erfunden ist, aber von Erzherzogin Leopoldines Leben inspiriert, habe ich habe selbige natürlich gegoogelt. Ihre Lebensdaten und auch die Umstände ihres Todes waren so, wie im Buch beschrieben. Man könnte es also durchaus als Romanbiografie beschreiben.

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    ja nein
  • 4 Sterne

    5 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Alexandra S., 01.05.2017 bei Weltbild bewertet

    Gut recherchierter, historischer Roman

    Das Cover von "Der grüne Palast" hat mich direkt angesprochen. Es wirkt edel und anmutig mit den matten und glänzenden Anteilen. Ich finde es passt gut zu der Geschichte des Buches. Wenn man das Buch aufschlägt geht die schöne Gestaltung weiter. Die Karten am Anfang und Ende des Buches fand ich hilfreich für das Nachvollziehen mancher Inhalte.

    Ich war sehr gespannt, wie es ist ein Buch komplett in Briefform zu lesen. Die Idee finde ich sehr gut. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig , trotz der Redensweise des 19. Jahrhunderts. Ich konnte beim Lesen schnell in die Geschichte finden. Leider zog sich die Geschichte zwischenzeitlich, wo ich dann mich gefühlsmässig nicht mehr in die Geschichte einfinden konnte. Es passierte dort so viel, aber emotional liess mich das eher kalt. Erst im letzten Drittel der Geschichte konnte mich die Autorin in den Briefen emotional packen. Am Ende habe ich tatsächlich mitgelitten...

    Das Buch dreht sich in erster Linie um Erzherzogin Leopoldine von Österreich und deren Leben in Österreich, der Vermählung mit dem portugiesischen Thronfolger und ihrem "neuen" Leben in Brasilien. Eine weitere grosse Rolle spielt Leopoldine's recht junge und verwitwete Erzieherin und Vertraute Gräfin Lazansky. Weitere Briefeschreiber sind Fürst von Metternich (österreichischer Staatskanzler), Marquis von Marialva (ein portugiesischer Diplomat), Marie - Lousie Herzogin von Parma (Leopoldine's Schwester) und Kaiser Franz I. von Österreich (Leopoldine's Vater).
    Das Buch ist in 5 Kapitel eingeteilt und die Geschichte erstreckt sich über insgesamt 11 Jahre. Daher erlebt man die Entwicklung von der jugendhaften verwöhnten Erzherzogin zur reifen verantwortungsvollen Kaiserin von Brasilien.

    Ich würde diesen historischen Roman auch in die Kategorie Drama packen. Die Geschichte ist überwiegend traurig bis gar deprimierend. Das liegt aber nicht an der Autorin, sondern an dem traurigen Leben der Erzherzogin Leopoldine. Die Autorin hat sich gut an dem echten Leben Leopoldine's entlang gehangelt und die Geschichte dann, passend für einen Roman, ausgeschmückt. Die Geschichte die Peggy Hohmann geschrieben hat, hatte mich dazu angeregt nach dem Lesen des Buches noch ein bisschen zu Leopoldine von Österreich zu recherchieren. Das fand ich gut.

    Gut finde ich, das die Autorin am Ende des Buches noch einmal kurz zusammenfasst, was die Figuren der Romhandlung sind, was die historischen Figuren sind und in einer kurzen Zusammenfassung den historischen Hintergrund der Geschichte/der Zeit schildert. Ich fand es auch gut, das die Autorin eine Bibliographie angehangen hat. So kann jeder Interessierte noch selber recherchieren/nachlesen.

    "Der grüne Palast" ist ein insgesamt gelungenes Werk. Da es die Autorin jedoch nicht geschafft hat, mich den grossen Teil der Geschichte emotional an der Geschichte zu halten (was ich mir bei einem sehr guten Buch wünsche) gebe ich keine 5 Sterne. Ich gebe Peggy Hohmann für ihren Roman gute 4 Sterne.

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