Die (unsichtbare) Mauer; The invisible Wall; Le mur invisible
1 Bild aus 30.000 Fotos von 45 Kilometern Berliner Mauer.
Seit dem Mauerfall 1989 wurde die Mauer bis auf wenige Reststellen systematisch abgetragen. Auf den Flächen des ehemaligen Todesstreifens wurden neue Wohnhäuser und Firmenkomplexe gebaut. Berlin sollte an diesen Stellen besonders schnell wieder zu einer Stadt »zusammenwachsen«.
Im Verlauf der Jahreszeiten ist Stephan Kaluza die rund 50 Kilometer zwischen Berlin-Schildow im Norden bis Berlin-Schönefeld im Süden abgegangen: die ehemalige Sektorengrenze, an der die Mauer verlief. Im Abstand von einem Meter machte er Fotos von der heute nicht mehr vorhandenen Mauer. Fotografiert wurde also eine Reminiszenz, ein »Geist« - eine Mauer, die physisch nicht mehr existent ist, aber in den Erinnerungen und Vorstellungen der Menschen weiterhin ihren Bestand hat.
Diese rund 30.000 Fotos setzte Kaluza zu einem einzigen langen Bild nahtlos zusammen. So ist ein Dokument entstanden, in dem die Vergangenheit und die sichtbare Gegenwart zu einem singulären Bildraum verschmelzen, ein Bild, in dem die Zeit ausser Kraft gesetzt zu sein scheint: Bekannte Orte wie das neue Regierungsviertel am Spreebogen, das Brandenburger Tor und der ehemalige Grenzübergang Checkpoint Charlie wechseln sich anscheinend zufällig mit Brachland, Mauerüberbleibseln und Baustellen ab. Ein Kaleidoskop des Wandels in der deutschen Hauptstadt.
Mit Texten auf Deutsch, Englisch, Französisch.
2009, 352 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen, Masse: 38,3 x 27,3 cm, Gebunden, Deutsch/Französisch/Englisch
DUMONT BUCHVERLAG
ISBN-10: 3832192379
ISBN-13: 9783832192372














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