Die blaue Kuppel der Erinnerung
In jedem Missgeschick steckt der Ansatz für eine wunderbare Geschichte: Ein Autor fällt von einer Bühne in Paris - er sollte hier eigentlich über das Besondere an der norwegischen Literatur referieren. Das hat ihn irgendwie aus dem Takt gebracht. In diesem schrecklichen Augenblick, während er die Arme in die Luft streckt und sich für alle Zeiten von der Welt verabschiedet, sieht er sich plötzlich wieder auf den Strassen von Oslo stehen. Vor Bruns Musikaliengeschäft bewundert er in der Auslage eine unglaubliche, rote Fender Stratocaster. Er ist 13 Jahre alt und weiss nur eins: diese Gitarre muss er haben. Natürlich ist sie unerschwinglich. Da verdingt er sich als Blumenbote beim alten Finsen und dessen Frau, und plötzlich nimmt sein Leben buchstäblich Fahrt auf. Mit "Die blaue Kuppel der Erinnerung" feiert Lars Saabye Christensen sein dreissigjähriges Jubiläum als Schriftsteller. Ein Autor auf dem Höhepunkt seines Erfolges folgt seiner Spur zurück in die Vergangenheit, bis hin zu einer Gitarre und einem Blumenladen in der Stadt, in der er aufwuchs. Nichts ist komischer als das Tragische. Niemand weiss das besser als Christensen, und kaum einer versteht es besser, diese schlichte Wahrheit zu nutzen, ohne seine Figuren zu verraten. Über das Komische im Tragischen und umgekehrt.
2009, 1, 221 Seiten, Masse: 14,3 x 21,9 cm, Geb. mit Su., Deutsch
BTB
ISBN-10: 3442752086
ISBN-13: 9783442752089













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