Der Dynastiewechsel von 751 und die fränkische Königssalbung


Das Jahr 751 gilt als Epochenjahr der fränkischen Reichsgeschichte, denn die Königserhebung des Hausmaiers Pippin bedeutete nach landläufiger Ansicht nicht nur die Entthronung eines merowingischen Einzelkönigs, sondern einen regelrechten Dynastiewechsel zu den Karolingern, der durch den Vorgang der Königssalbung religiös legitimiert wurde. Das Buch des Nestors der modernen Karolingerforschung zeigt, dass die Dinge in Wahrheit anders lagen: 751 hat es keine Salbung gegegben. Die fränkische Königssalbung entwickelte sich vielmehr in einem langwierigen Prozess, der mit postbaptismalen Taufsalbung Pippins und seiner Söhne Karl und Karlmann im Jahre 754 seinen Anfang nahm. Erst dadurch wurden die innerdynastischen Spannungen im Karlolingerhaus fürs Erste bewältigt. Um zu diesem Ergebnis zu gelangen, legt der Autor eine Neubewertung der historiographischen und dokumentarischen Quellen vor. Das Buch, das vor allem durch den Mut zur pointierten Thesenbildung besticht, wird die Forschung noch lange beschäftigen.


2003, 179 Seiten, Masse: 12,5 x 19 cm, Taschenbuch, Deutsch Droste
ISBN-10: 3770008456
ISBN-13: 9783770008452

 

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